Ohne Druck geht nichts

VTV/ZTV-Redaktion gescheitert, Kastner so gut wie,  Altersversorgung verwaist

Liebe GdF-Mitglieder, liebe DFS-Mitarbeiter,

der besorgniserregende Zustand aller großen Tarifbaustellen veranlasst uns – ausnahmsweise abweichend von der Praxis gezielter Information über Einzelthemen – zu einer etwas ausführlicheren Publikation zum gegenwärtigen Verhandlungsstand und einer eigenen Bewertung.   Nicht nur wir haben registriert, wie spätestens seit dem Jahreswechsel die Anspannung und Unruhe deutlich zugenommen haben, wie eine weit verbreitete Verunsicherung und zunehmende Verhärtung allenthalben spürbar werden.

Die von der DFS-Geschäftsführung forcierten Maßnahmen zur Flexibilisierung im Unternehmen und zur Erhöhung der Durchlässigkeit nach „draußen“ sind eine Ursache. Die von der DFS-Geschäftsführung gemeinsam mit dem Gesellschafter und der Politik vorangetriebenen Maßnahmen zur Schaffung eines "investorfreundlichen" Umfeldes – im Klartext: Zur Vorbereitung der Kapitalprivatisierung – sind eine weitere Ursache.

Schieds- und Notdienstvereinbarung für 5 Jahre  Liebe Mitglieder,

DFS und GdF sind nach den für beide Seiten positiven Erfahrungen aus der Tarifrunde 2005 übereingekommen, die geltende Schiedsvereinbarung vorzeitig zu verlängern und sie zum Jahresende 2010 erstmals für kündbar zu erklären. Gleiches gilt für die Notdienstvereinbarung, die mit einem Schlichtungsverfahren untrennbar verbunden ist und die festlegt, welche Dienste im Falle eines Streiks aufrecht zu erhalten sind.

Ausschlaggebend für diese richtungsweisende Übereinkunft war der Ablauf der jüngsten Tarifrunde. Die war zunächst für gescheitert erklärt worden, bis es dem Schlichter Kurt Biedenkopf gelang, die Standpunkte so weit anzunähern, dass beide Seiten nach hartem Ringen im Schiedsgericht der Schlichter-Empfehlung zustimmen konnten.

Die Übereinkunft bedeutet keineswegs, dass es nun bis 2010 in der DFS keinen Arbeitskampf geben kann; schließlich können auch Schlichtungen ohne Ergebnis enden, und die gültige Schiedsvereinbarung regelt detailliert, wie es dann weiter geht.

Ralph Riedle, Geschäftsführer und Vorsitzender der DFS-Tarifkommission: „Solche Vereinbarungen bedeuten, dass dem Ernstfall eine Phase des Innehaltens und des neuerlichen Nachdenkens vorgeschaltet wird. Dass DFS und GdF dies für eine längere Zeitspanne vereinbaren, zeugt davon, dass beide Seiten sich ihrer Verantwortung für die deutsche Luftverkehrswirtschaft bewusst sind.“

Auch die GdF begrüßt die Übereinkunft als vertrauensbildende Maßnahme zwischen den Tarifparteien: „Die zukünftige tarifliche Zusammenarbeit zwischen GdF und DFS erhält mit diesen langfristigen Vereinbarungen eine verlässliche verfahrensmäßige Gestalt“, so der Vorsitzende Klaus Berchtold.

Mit freundlichen Grüßen

GdF e. V. – Bundesvorstand

GdF kündigt entschiedenen Widerstand gegen das geplante FSG an!

Liebe Kolleginnen,liebe Kollegen,

am 08.10.2005 fand im Maritim Konferenzhotel in Darmstadt die 2. ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz der GdF statt.

Neben den verschiedenen Berichten des Vorstandes und der Kommissionen, die in der Entlastung des Vorstandes mündeten, waren zwei Ämter des Vorstandes neu zu besetzen. Zum einen das Ressort Tarif/Recht und zum anderen das Ressort Geschäftsführung.

Für das Ressort Tarif/Recht ist der unterjährig vollzogene Wechsel von Karla Reininghaus zu Markus Siebers einstimmig bestätigt worden. Der Vorsitzende und alle Delegierten bedankten sich mit lang anhaltendem Beifall bei Karla Reininghaus für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im Vorstand.

Das Ressort Geschäftsführung wird vorübergehend nicht neu besetzt. Dem Vorschlag des Vorstandes folgend, werden für die Aufgaben des Ressorts bis zu drei Referenten bestimmt. Hierfür haben bereits einige Delegierte ihr Interesse bekundet. Der Vorstand wird in den nächsten Wochen mit den Kollegen in Kontakt treten und die weiteren Schritte einleiten.

Hansgeorg Zaske legt seine GdF Ämter nieder


Urteil AG Offenbach

Im Verlauf der Bundesvorstandssitzung am 29. August informierte der bisherige GdFGeschäftsführer Hansgeorg Zaske den Bundesvorstand über seinen Entschluss, mitsofortiger Wirkung alle seine GdF Ämter und Funktionen niederzulegen.Zuvor hatte erden Bundesvorstand umfassend über die Hintergründe der Freistellung durchdie DFS und die dieser zu Grunde liegenden Unregelmäßigkeiten hinsichtlich seinerAltersversorgung aufgeklärt. Um jeglichen Zweifel an der Integrität des Bundesvorstandszu vermeiden und eine reibungslose Arbeit der GdF auch in Zukunft zu gewährleisten, zog sich Hansgeorg aus sämtlichen Funktionen innerhalb der GdF zurück. Wir bedauerndie Notwendigkeit dieses Schrittes und bedanken uns bei Hansgeorg für die geradlinigeund konsequente Handlungsweise, mit der er den Weg frei gemacht hat, um rechtzeitigzur Bundesdelegiertenkonferenz einen Nachfolger für das Amt des Geschäftsführersim Bundesvorstand zu finden.Wir bedanken uns bei ihm insbesondere für seineengagierte Arbeit zum Wohl der GdF, an deren Wert der Bundesvorstand ebenso wenigZweifel hatte, wie an der Integrität seiner Person.Bis zur Klärung der unglücklichenVorgänge wünscht der Bundesvorstand Hansgeorg alles Gute und hofft, ihn danachbald wieder in die Reihe seiner Aktiven aufnehmen zu können.