Europaweiter Aktionstag gegen geplante Vorgaben für die Regulierungsperiode 2 und SES 2+ am 10.10.2013

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie ihr der Pressemitteilung von ATCEUC sowie dem Positionspapier SES entnehmen könnt, hat ATCEUC zu einem europaweiten Aktionstag gegen die Vorgaben der Regulierungsperiode 2 (2015 –2019) und der Umsetzung SES2+ aufgerufen.

Hintergrund dieses Aktionstagesist die geplante Verabschiedung der „Performance Targets“ für die Regulierungsperiode2 noch in diesem Jahr.

Um die darin enthaltenen Vorgabenerfüllen zu können, werden die europäischen Flugsicherungsorganisationen ab2015 zu weiteren drastischen Einsparmaßnahmen gezwungen sein.

Vorbereitungen im Plan

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat sich auf seiner Sitzung am 15.12.06 intensiv mit dem bevorstehenden Arbeitskampf im Tarifkonflikt mit der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) befasst. Dazu gehörte auch die Klärung der Frage, ob nach der Kündigung des ETV noch eine weitere Verhandlungsrunde mit der DFS notwendig ist. Wir haben diese Frage in Abstimmung mit der DFS verneint, so dass endgültig am 31.12.2006 auch diesbezüglich die Friedenspflicht erloschen sein wird und das weitere Prozedere wie geplant ablaufen kann.

Neues FSG verabschiedet

Sicherheit und Sozialstandards verabschieden sich mit

Liebe Mitglieder,

mit völligem Unverständnis haben wir die nahezu einstimmige Verabschiedung des neuen Flugsicherungsgesetzes (FSG) im Bundestag am 7. April 2006 zur Kenntnis genommen. Mit dieser Entscheidung stimmen die Abgeordneten von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen einer drastischen Absenkung des Sicherheitsniveaus am Himmel über Deutschland zu. Anstatt die mühevoll über Jahrzehnte aufgebauten und seit langem bewährten Sicherheitsstandards sowie das Prinzip „Sicherheit vor Wirtschaftlichkeit“ beizubehalten, wird unter dem Vorwand eines angeblich bevorstehenden Wettbewerbs, fahrlässig das Leben von Flugpassagieren, Luftfahrzeugbesatzungen sowie der Bevölkerung Deutschlands aufs Spiel gesetzt. Vollkommen ohne Not orientiert man sich, in einem der dichtestbeflogenen Lufträume der Welt, künftig an europäischen Sicherheitsmindeststandards. Laut Pressemitteilung des Deutschen Bundestages hielt es insbesondere die CDU/CSU-Fraktion nicht für nötig, auf die von der EU vorgeschriebenen Mindeststandards „draufzusatteln“. Wir verwahren uns in höchstem Maße gegen die Behauptung des Verkehrsauschusses, unsere Anregungen hätten in nennenswerter Weise Eingang in das neue Gesetz gefunden. Vielmehr sind selbst die größten und grundlegendsten Bedenken der GdF völlig unberücksichtigt geblieben. Ob die Behauptung der FDP-„Experten“, die deutsche Flugsicherung könne sich nun „fit für den weltweiten Wettbewerb“ machen, aus purer Unwissenheit erfolgt, oder aber der Versuch ist, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen, können wir nicht beurteilen. Die GdF wird nun alles in ihrer Macht stehende tun, um über den Abschluss eines Rationalisierungsschutz-Tarifvertrages mit Hilfe von Standortgarantien, Kündigungsschutz- sowie Besitzstandswahrungsklauseln Eure momentanen Sozialstandards und die Arbeitsplätze in der DFS zu schützen.

ES REICHT

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,   um die Aktualität zu gewährleisten, veröffentlichen wir das Editorial des kommenden flugleiter, das sich eingehend mit den Vorgängen um Flugsicherungsgesetz und DFS Kapitalprivatisierung beschäftigt, vorab in Form einer BV Info. Wir bitten Euch um aufmerksame Lektüre und darum, Euch schon jetzt auf die zu erwartenden Auseinandersetzungen mit Arbeitgeber, Politik und Öffentlichkeit einzustellen.Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder!

Es reicht! Dass die Flugsicherung durch die Umwälzungen des Single European Sky (SES) in dynamische Zeiten gestürzt wurde, wussten wir bereits. Wie dynamisch diese Entwicklung zurzeit ist, lässt sich daraus ablesen, dass dieses Editorial alleine in der letzten Woche zum dritten Mal neu geschrieben werden musste, um einigermaßen aktuell zu sein.