GdF kündigt entschiedenen Widerstand gegen das geplante FSG an!

Liebe Kolleginnen,liebe Kollegen,

am 08.10.2005 fand im Maritim Konferenzhotel in Darmstadt die 2. ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz der GdF statt.

Neben den verschiedenen Berichten des Vorstandes und der Kommissionen, die in der Entlastung des Vorstandes mündeten, waren zwei Ämter des Vorstandes neu zu besetzen. Zum einen das Ressort Tarif/Recht und zum anderen das Ressort Geschäftsführung.

Für das Ressort Tarif/Recht ist der unterjährig vollzogene Wechsel von Karla Reininghaus zu Markus Siebers einstimmig bestätigt worden. Der Vorsitzende und alle Delegierten bedankten sich mit lang anhaltendem Beifall bei Karla Reininghaus für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im Vorstand.

Das Ressort Geschäftsführung wird vorübergehend nicht neu besetzt. Dem Vorschlag des Vorstandes folgend, werden für die Aufgaben des Ressorts bis zu drei Referenten bestimmt. Hierfür haben bereits einige Delegierte ihr Interesse bekundet. Der Vorstand wird in den nächsten Wochen mit den Kollegen in Kontakt treten und die weiteren Schritte einleiten.

Hansgeorg Zaske legt seine GdF Ämter nieder


Urteil AG Offenbach

Im Verlauf der Bundesvorstandssitzung am 29. August informierte der bisherige GdFGeschäftsführer Hansgeorg Zaske den Bundesvorstand über seinen Entschluss, mitsofortiger Wirkung alle seine GdF Ämter und Funktionen niederzulegen.Zuvor hatte erden Bundesvorstand umfassend über die Hintergründe der Freistellung durchdie DFS und die dieser zu Grunde liegenden Unregelmäßigkeiten hinsichtlich seinerAltersversorgung aufgeklärt. Um jeglichen Zweifel an der Integrität des Bundesvorstandszu vermeiden und eine reibungslose Arbeit der GdF auch in Zukunft zu gewährleisten, zog sich Hansgeorg aus sämtlichen Funktionen innerhalb der GdF zurück. Wir bedauerndie Notwendigkeit dieses Schrittes und bedanken uns bei Hansgeorg für die geradlinigeund konsequente Handlungsweise, mit der er den Weg frei gemacht hat, um rechtzeitigzur Bundesdelegiertenkonferenz einen Nachfolger für das Amt des Geschäftsführersim Bundesvorstand zu finden.Wir bedanken uns bei ihm insbesondere für seineengagierte Arbeit zum Wohl der GdF, an deren Wert der Bundesvorstand ebenso wenigZweifel hatte, wie an der Integrität seiner Person.Bis zur Klärung der unglücklichenVorgänge wünscht der Bundesvorstand Hansgeorg alles Gute und hofft, ihn danachbald wieder in die Reihe seiner Aktiven aufnehmen zu können.

DFS-Geschäftsführung trifft sich mit GdF-Bundesvorstand

Gemeinsames Kommuniqué GdF/DFS

Im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung haben die Geschäftsführung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH und der Bundesvorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung e.V. am 4. und 5. Juli 2005 die Grundsätze und Perspektiven der zukünftigen Zusammenarbeit besprochen.

Die Gespräche fanden in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre statt. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass es Ziel aller Bemühungen sein muss, durch gemeinsame Anstrengungen die Wettbewerbsfähigkeit der DFS GmbH in Europa und die Beschäftigung im Unternehmen langfristig zu sichern.

Auf Basis der beiderseitigen strategischen Überlegungen und angesichts der Herausforderungen, die sich aus SES mit FAB und SESAME sowie der Kapitalprivatisierung der DFS GmbH ergeben, haben die Beteiligten folgende Absprachen getroffen:

  • Die berufspolitische Zusammenarbeit wird auf allen Ebenen erheblich intensiviert, wobei gemeinsame Positionen erarbeitet und national wie international vertreten werden sollen.
  • Es wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die ein gemeinsames Verständnis zum konzeptionellen Ansatz des Sicherheitsmanagements und dessen Umsetzung entwickelt. Damit soll die wahrgenommene Diskrepanz zwischen den bestehenden Normen und dem subjektiven Empfinden des Einzelnen verringert werden.
  • Auf Basis der im Herbst 2004 geschaffenen Plattform wollen beide Seiten die tarifpolitische Zusammenarbeit in allen Themenbereichen fortsetzen und intensivieren, um im jeweils gesteckten zeitlichen Rahmen Ergebnisse zu erzielen.

DFS und GdF vereinbarten, auch angesichts der bevorstehenden Tarifverhandlungen, weitergehende Gespräche über die notwendigen  Bedingungen der langfristigen Zusammenarbeit zu führen.

Personelle Veränderungen in der DFS GF

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Mit Bedauern und Unverständnis nimmt die GdF das kurzfristige Ausscheiden des Geschäftsführers Personal und Arbeitsdirektors Jürgen Hartwig zur Kenntnis.

Nachdem die Tarifpartner im November des letzten Jahres den Tarifstillstand beendet hatten, konnte in den letzten Monaten namentlich Jürgen Hartwig dazu beitragen, durch Vertrauensbildung die Normalisierung der Tarifarbeit im Unternehmen voranzutreiben. Gerade bei schwierigen Themen, wie z.B. der Neuordnung der Altersversorgung, gab es Anzeichen für eine gemeinsame positive Weichenstellung. In zahlreichen weiteren Tariffragen haben sich die Parteien ebenfalls auf eine Plattform für eine gemeinsame Vorgehensweise verständigt.

Das unvermittelte Ausscheiden des Personal–Geschäftsführers ohne Nachbesetzung zeigt, welche Bedeutung die Geschäftsführung den Mitarbeiter/Innen im Vorfeld von DFS Kapitalprivatisierung und Strukturinitiative beimisst.

Auch der Zeitpunkt der Maßnahme wirft angesichts der Herausforderungen, die beide Tarifparteien in unmittelbarer Zukunft zu meistern haben, mehr als nur eine Frage auf.

Die GdF wird die Entwicklung sehr genau beobachten und ihre Vorstellungen weiterhin konsequent  verfolgen. Wir hoffen, dass auch unter geänderten personellen Rahmenbedingungen und verringerten  Ressourcen eine konstruktive Zusammenarbeit weiterhin möglich ist.

Die Solidarität der DFS-Mitarbeiter/Innen in allen Unternehmensbereichen und Euer Engagement in der GdF sind mehr denn je gefragt, um in der schwierigen Zeit des Umbruchs Besitzstände zu wahren und Mitarbeiterinteressen durchzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

GdF – Bundesvorstand